Zuckerkrankheit (diabetes mellitus)

9Aug - by simpli - 0 - In Krankheiten

Zuckerkrankheit wird diagnostiziert als Unfähigkeit des Körpers, Kohlenhydrate richtig zu verarbeiten. Folge davon ist ein erhöhter Zuckerwert im Blut. Der Blutzuckerspiegel wird durch das Hormon Insulin geregelt, das durch Bauchspeicheldrüse produziert wird – in den so genannten Langerhans- Inseln. Von hier aus strömt Insulin ins Blut. Ohne Insulin bekommen Zellen im Blut kein Zucker vom und somit haben sie auch keine Energiequelle zu nutzen. Sie leiden dann an Energiemangel, während der Blutzuckerspiegel steigt. Bei langfristiger Erhöhung des Zuckerwertes kommt es schon zur Beschädigung von einigen Geweben und Organen (Augen, Nieren, Blutgefäße, Herz, periphere Nerven).
Wir unterscheiden zwei Typen von Zuckerkrankheit – Typ 1 folgt aus der ungenügenden Produktion von Insulin durch die Speicheldrüse und Typ 2 wird durch Unwirksamkeit des Insulins verursacht.

Diabetes Typ 1 entsteht schon in der Kindheit und erfordert Verabreichung von Insulin, was die einzige Möglichkeit ist, wie man die Devastation des Organismus verhindern kann. Die Ursache liegt wahrscheinlich in einer autoimmunen Störung, wo das eigene Immunsystem die Zellen der Speicheldrüse vernichtet.

Bei Diabetes Typ 2 (sgn. Altersdiabates) bleibt die Produktion des Insulins beibehalten, aber der Körper reagiert auf dieses Hormon nicht mehr. Diesen Zustand bezeichnen wir als „Insulinresistenz“. In 80% der Fälle erscheint diese Krankheit bei Patienten, die fettsüchtig sind. Ursachen von Diabates Typ 2 gibt es gleich mehrere:
schlechte Ernährung (zu viel Fett), Mangel an Bewegung, Stress. Es kommen immer mehr Beweise darüber vor, dass die Krankheit durch einen langfristigen Mangel an Omega-3-Fettsäuren entsteht. Außerdem leiden an Zuckerkrankheit überwiegend Leute, bei denen kritische Vernunft über den Gefühlen vorwiegt, und die oft schlecht gelaunt und gereizt sind.

Anzeichen von Zuckerkrankheit :
Zu den Anzeichen gehört ein sich allmählich entwickelnder starker Durst und damit zusammenhängendes vermehrtes Wasserlassen. Als weitere Begleitsymptome können wir nennen Müdigkeit, Juckreiz an der Haut, im Analbereich und an den Geschlechtsorganen. Gewichtverlust. Manchmal erscheint bei Männern Potenzschwäche. Weiter kann man oft an verschiedenen Infektionen leiden. Infolge der Stoffwechselstörung lagern sich im Körper bestimmte Metaboliten (Zwischenprodukte des Stoffwechsels), die einige Gewebe beschädigen. Am meisten sind dadurch Gefäße betroffen. Eine sehr häufige Komplikation ist der graue und grüne Star. Zu weiteren Anzeichen dieser Krankheit gehören erhöhter Blutdruck, Harnwege- und Nierenentzündungen. Häufig kommt Kribbeln und Jucken an Beinen vor, was dann später bis zu Muskelatrophie führen kann. Bekannt ist der sogenannte diabetische Fuß – wo die Füße infolge von schlechtem Blutdurchfluss anfällig für Verletzungen sind, die zu tiefen Wunden führen können.

HEILUNG

  • aus der Sicht der Ganzheitsmedizin ist es notwendig, an erster Stelle die Speicheldrüse zu entgiften
  • weiterhin ist es unbedingt nötig, den Lebensstil und die Ernährungsweise zu ändern – hautsächlich fette und übersalzte Nahrungsmittel vermeiden
  • achten Sie auf Bewegung und Aufbau der Muskelmasse
  • sorgen Sie für regelmäßigen guten Schlaf – Schlafmangel kann Insulinresistenz verursachen
  • nehmen Sie regelmäßig Magnesium ein
  • empfehlenswert ist die Verabreichung von Omega 3 Fettsäuren – die Wirkung stellt sich aber erst nach langfristiger Einnahme ein. Die wichtigsten Quellen sind Leinsamen (frisch gemixt), Wallnüsse und Fische.

Heilpflanzen im Kampf gegen Diabetes

Heidelbeere – die Blätter von Heidelbeere enthalten Myrtillin, der die Verwertung von Zucker erhöht. Wir können daraus Tee kochen – einen kleinen Löffel mit getrockneten Blättern von Heidelbeere gießen wir mit halbem Liter Wasser und lassen kurz kochen. Danach gießen wir ab und trinken lauwarm 2x täglich eine Tasse.

Brennesel – erniedrigt den Blutzuckerwert. Wir sammeln sie jung im Frühling, noch vor der Blüte. 2 Esslöffel getrocknete Brennesel gießen wir mit halbem Liter kochendem Wasser und lassen ziehen. 2

Kalmus– der Wurzelstock heilt alle Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Die Erleichterung kommt sehr schnell nach Einnahme. 2 Teelöffel getrockneten Kalmus gießen Sie mit halbem Liter kaltes Wasser und lassen während Nacht ziehen.

Klette – zur Heilung von Diabetes verwendet man die Wurzel. 3-4 Teelöffel getrocknete zerkleinerte Klette gießen Sie mit halbem Liter kochendes Wasser.

Süßkraut (Stevia) – tropische Heilpflanze, die einen perfekten Süßstoff für Diabetiker darstellt. Es reicht nur, die Pflanze zu trocknen und zu verkleinern und dann kann man damit süßen. Perfekt eignet sie sich zum Tee-Süßen.

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