Liebstöckel (Levisticum officinale)

ist eine aromatische und sehr gute Gewürzart, die lange Tradition der Nutzung hat. Seine Wurzeln hat Liebstöckel im Mittelmeer-Bereich. Die alten Griechen konsumierten ihn damals für bessere Verdauung und Wallfahrer verwendeten ihn im Mittelalter als Geruchabsorber in Schuhen. Im 16. Jahrhundert wurde er sogar als wirksames Aphrodisiakum genutzt.

Liebstöckel ist eine Staude, die bis zur Höhe von 2m wächst. Er ist sehr beliebt für sein einfaches Anbauen. Nutzen kann man Samen sowie Blätter. Am wirksamsten sind aber die Wurzeln. Dank dem ausdrucksvollen Aroma wird er vor allem als Suppengewürz genutzt. Dafür hat er sich auch den Namen „grünes Maggi“ gewonnen.

Zum Heilen kann man die komplette Pflanze nutzen – Kraut, Wurzel, Blätter sowie Frucht. Wenn Sie ihn dem Gericht zugeben, verbessern sie den Geschmack, erleichten die Verdauung und verhindern Blähungen. Außer Kartoffeln eignet er sich auch gut zum gedünsteten Fleisch, in Soßen sowie Grillmarinaden.

Der Tee aus Blättern unterstützt den Blutkreislauf und vermindert Rheuma. Da Liebstöckel harntreibend ist, empfiehlt man ihn auch bei Entzündung der Harnwege sowie auch als Vorbeugung der Nierensteine. Trotzdem sollten ihn Leute mit beschädigen Nieren und schwangere Frauen nicht trinken, denn Liebstöckel ist sehr reizend. Er ist sehr wirksam bei Gicht und Arthrose. Blätter, die man in Schuhe reinlegt, entfernen den unangenehmen Fußgeruch.

Bildhinweis: anonym, Illustration Levisticum officinale0, CC BY-SA 3.0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte geben Sie den Code im Bild ein: