Hunger oder Appetit?

Die meisten Essen aus Gewohnheit und Routine. Das gleiche gilt für die Menge des Essens und Zeit, in welcher wir Essen aufnehmen. Optimiert man das alles, ist gegen einen festen Essplan nichts einzuwenden. Die Praxis sieht anders aus, wir haben zum Essen keine Zeit.

Wir stehen früh auf, schaffen mit viel Liebe noch einen Kaffee und laufen auf Arbeit. Dort trinken wir einen weiteren Kaffee und beissen zwischenzeitlich irgendwann einmal in ein Brot. Mittags haben wir dann Hunger und 30 Minuten Zeit. Wir laufen nach Hause wo der Haushalt wartet und am Abend wo wir zur Ruhe kommen, bekommen wir Hunger und essen. So oder so ähnlich sieht der tägliche Plan des Essens aus. Ja, Belehrungen bekommt man dann meistens von denjenigen die den ganzen Tag viel Zeit haben, daraus eine Wissenschaft zu machen. Oftmals keine Kinder oder keinen Job. Solche Tipps lehnt man meistens ab, weil diese unreal sind.

Hier habe ich zum Beispiel einen Kollegen, der wohnt von seiner Frau und den Kindern 100km weg und besucht diese nur am Wochenende. Er geht Arbeiten und hat dann für sich Zeit. Geht laufen und wendet eine Menge Zeit für die Ernährung auf. Keinerlei Stress ausgesetzt, die einzige Verpflichtung ist, einmal am Tag seine Familie anzurufen. Genau solchen Leuten fällt es leicht Tipps über gute Ernährung und Bewegung zu geben. „Man muss sich fürs Essen Zeit nehmen“ – „Geh doch 1,5 Stunden am Tag laufen (spazieren)“ – „Ich mache mir jeden Tag einen Plan was ich koche.“ – Wer kennt diese Sprüche nicht? und jeder denkt sich seinen Teil.

Essen mit Familie

Die Mischung zwischen Routine, Gewohnheit und Plan macht es. Dabei gilt es eigentlich tatsächlich nur eines zu beachten, Essen darf kein Stress sein und darf auch nicht unter Stress geschehen.

An der Stelle will ich schon nicht mal auf den natürlichen Biorthytmus eingehen und der optimalen Leistungsfähigkeit, die in mehreren Studien bestätigt sind. Denn hier würde schnell klar sein, das ein Aufstehen um 4 (in Dunkelheit) sowie alles Lebenskreisläufe in den wir uns befinden wissenschaftlich Quatsch sind. Wir wollen hier einfach nur die Umstände in den wir uns befinden beleuchten und daraus das Beste machen.

Optimieren Sie Ihre Zeit und finden Ruhe für sich – hier meine ich nicht allein das Essen sondern allgemein die Ruhe die man braucht.

Gehen wir hier einen Arbeitsalltag durch der Um 6 Uhr beginnt und gegen 15 Uhr endet und mit 21 – 22 Uhr im Bett endet.

  1. Nach dem Aufstehen eine Tasse Kaffee oder einen Tee sowie eine kleine Mahlzeit. Hier sollte man versuchen etwa 15 Minuten zur Ruhe zu kommen. Kauen Sie ruhig – lesen Sie evtl. nebenbei eine Zeitung oder schauen fern. (Wichtig ist, dass Sie früh „schnelle“ Energie zu sich nehmen, dass der Körper Kraft hat in Schwung zu kommen)
  2. Die 2. Mahlzeit sollte auch wieder recht Energiereich sein. Hier eignet sich ein belegtes Brot. Auch hier versuchen Sie langsam zu essen, denn dann werden sie merken, dass man von einem belegten Brot auch Satt werden kann – diese Energie reicht wirklich schon aus. Aber auch hier ist darauf zu achten, dass man die vollen 15 Minuten darauf verwendet, dass man isst.
  3. Das Mittagessen, meist aus der Kantine wird meistens aus ökonomischen Grunden günstig gehalten, daher darf man hier mit keiner Kunst rechnen. Essen Sie eine Suppe davor oder Trinken ein Glas Wasser. Das Essen sollte langsam zu sich genommen werden das man auch merkt, dass sich ein Sättigungsgefühl einstellt. Hier ist es vor allem wichtig, dass man das Gemüse isst als auch das magere Fleisch. Beilagen wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis sind pure Energie-Spender und machen bei zu großer Aufnahme müde. Eine weitere Möglichkeit ist, dass man auch zur Mittagszeit eher eine kleinere Mahlzeit zu sich nimmt, wie ein Apfel oder ein belegtes Brot oder Johgurt und die Hauptmahlzeit auf den Nachmittag schiebt.
  4. Direkt nach der Arbeit ist eigentlich die optimale Zeit für eine warme Mahlzeit. Hier kann man zwischen 15-16 Uhr essen und es ist genug Zeit bis zum Schlafen, dass der Körper sich „entspannen“ kann. Hier kann man ruhig in Familie essen und sich zeit lassen, man kann über den Tag sprechen.
  5. Letztlich wird man am Abend noch einmal Hunger bekommen, hier kann man entspannt noch mal einen Apfel oder Joghurt essen und auch hier sollte man sich wieder 10-15 Minuten Zeit nehmen.

Beim Mittagessen sollte man keine große Kunst machen. Es gibt viele einfache Gerichte, die man mit wenigen Handgriffen auch für eine komplette Familie machen kann, ohne das man zaubert. Wichtig ist in jedem Punkt, dass man sich für die Mahlzeiten Zeit lässt, dass man das Essen wirken lässt und das die Verdauung schon während des Essens beginnen kann. Das ein Sättigungsgefühl schon mit dem Essen einsetzen kann und nicht erst, wenn man einen Teller komplett leer gegessen hat.

gesundes Essen

Eine andere weniger als fixer Plan verankerte Nahrungsaufnahme ist, die Nahrung bei Hunger.

Hier sollte man aber seinen Körper ein wenig kennen und schon unterscheiden können, as ein Hunger ist und was Appetit. Aber auch hier gilt, wenn es keine fixen Zeiten gibt, dass man jegliche Nahrung in Ruhe zu sich nimmt und auch 3-4 Stunden vor dem zu Bett gehen nichts mehr isst.

Als Faustregel kann man bei der Unterscheidung zwischen Hunger und Appetit sagen, Appetitt wird durch Optik und Geruch ausgelöst und wir bekommen ein Verlangen darauf. Bei Hunger haben wir keine Energie mehr und fühlen uns schlapp.

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