Ginseng

26Aug - by simpli - 0 - In Kräuterlexikon

Der chinesische Name dieser Pflanze bedeutet in Übersetzung „Menschenwurzel“, und zwar deswegen, weil er durch seine Form an Menschen erinnert. Ginseng wird für ein mystisches Kraut gehalten. Laut Sagen kann er ganz merkwürdige Sachen – zum Beispiel soll er dem Menschen sehr viel Kraft bringen, oder sogar den Toten wieder zum Leben erwecken.

Nach einer Legende wurde Ginseng von zwei Brüdern entdeckt, die sich am Ende Herbst auf den Weg in die Berge wegen Jagd aufgemacht haben. Die Leute haben sie dabei gewarnt, dass sie nicht gehen sollen, weil sich der Winter nähert und bald viel Schnee fällt. Sie haben aber ihre Warnungen nicht geachtet. Am Anfang waren sie noch erfolgreich und haben viele Tiere erjagt. Während die sich aber auf den Rückweg vorbereitet haben, wurden sie mit viel Schnee überrascht und deswegen blieben sie in Bergen gefangen. Sie ernährten sich mit Wildtieren, die sie auf offenem Feuer gebraten haben, und mit Pflanzen, die sie unter dem Schnee gefunden haben, besonders dann mit einer komischen Wurzel. Sie hatte bitteren Geschmack, und deshalb konsumierten sie ihn nur in kleiner Menge. So ist es ihnen gelungen, den Winter zu überleben. Dieses Wunderkraut war eben Ginseng.

Ginseng wächst in Wäldern im nordöstlichen China, wo ziemlich harte klimatische Bedingungen herrschen. Er wächst sehr langsam. Man kann ihn erst nach ca. zehn Jahren ernten. Gleichzeitig gilt – je älter, desto wirksamer.

Verwendung
Nach der traditionellen chinesischen Medizin hat Ginseng sanft warmen Charakter und hat Einfluss auf den Kreislauf von Milz und Lungen. Er lindert Durst und beruhigt allgemein. Dieses Kraut eignet sich vor allem für Fälle, wo der Körper viel geschwächt ist, oder in Kollapszuständen, wo man die Körperkräfte wieder erneuern muss. Dies geschieht meistens nach großem Blutverlust oder langem Brechen. Weiterhin hilft diese Pflanze bei Tendenzen zur Ohnmacht und den Begleitsymptomen wie Blässe, kalte Beine, Schweißausbrüchen und Apathie. Ginseng kann man auch bei psychischen Beschwerden helfen, die mit Schlaflosigkeit verbunden sind, bei partiellem oder völligem Gedächtnisverlust, Angst und Herzklopfen.

Ginseng funktioniert auch als Heilmittel bei Alzheimer- und Parkinson-Krankheit. Er hilft unsere Sinne zu schärfen und wirksam auch gegen Blutarmut zu kämpfen. Ginseng wird empfohlen Patienten mit niedrigem Blutzuckerspiegel, und kann genauso gut das Cholesterin regeln. Er schützt den Organismus vor Wirkungen der freien Radikale, vor schädlicher Strahlung, Schwermetallen und vor Stress. Wir dürfen auch nicht seinen positiven Einfluss auf die Hormonwirtschaft bei Männern sowie Frauen vergessen. Moderne Forschungen haben auch aphrodisierende Eigenschaften von Ginseng und seinen Einfluss auf Immunitätsverbesserung erwiesen.

Laut Studien hat Ginseng sogar positive Wirkung auch beim Kampf gegen Krebs. Personen die mit Krebs betroffen sind, empfinden bei Einnahme von Ginseng weniger Schmerz und Müdigkeit und sind auch psychisch mehr immun. Darüber hinaus verhindert dieses Kraut auch die Entwicklung der Metastasen. Weiter hat es auch starke antibakterielle Wirkungen.

Rezept: Ginseng-Tee
Meistens finden wir Ginseng in Form von Nahrungsmittelergänzungen oder Teen. Wenn Sie diese Pflanze irgendwo direkt als Rohstoff finden, empfehlen die Kräuterexperten Folgendes:
Kochen Sie Ginseng 10 bis 20 Minuten im Wasser und danach lassen Sie ihn auch mehrere Stunden ziehen. In den Aufguss können Sie auch einen Beutel beliebten Tee zugeben. Am besten ist, den Tee am Abend zu machen und Ginseng die ganze Nacht ziehen lassen. Am Morgen reicht es nur, den Tee zu wärmen. Ginseng-Tee sollte man vormittags trinken. Somit nutzen Sie seinen stimulierenden Effekt während des Tages. Abendtrinken kann Schlaflosigkeit verursachen.

Von FloraFarm GmbH / Katharina Lohrie – Selbst fotografiert, CC BY 3.0, Link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte geben Sie den Code im Bild ein: